Der medizinische Kompressionsstrumpf – die verwendeten Materialien

Mit diesem Beitrag setzen wir unsere kleine Beitragsreihe zum Thema medizinischer Kompressionsstrumpf fort.

Wie bereits erwähnt besteht die aktuelle Generation medizinischer Kompressionsstrümpfe aus besonders erlesenen und hochwertigen Materialien, auch deshalb haben Sie mit dem im Volksmund viel besagten „Gummistrumpf“ absolut nichts mehr gemein.

Die Materialien sind im wahrsten Sinne des Wortes hochentwickelt, denn die Materialien sind das Ergebnis langjähriger wissenschaftlicher Forschung. Aber auch viele Erfahrungen aus der täglichen Praxis im Umgang mit medizinischen Kompressionsstrümpfen tragen ihren Teil zu der Entwicklung der Materialien bei.

Je nach Krankheitsbild wird der Patient mit einer bestimmten Kompressionsklasse versorgt. Die Kompressionsklasse und die elastischen Eigenschaften des medizinischen Kompressionsstrumpfes ergeben sich aus einer spezifischen Materialzusammensetzung. Hierbei gilt, dass weniger elastisches Material bei gleichem Ruhedruck einen höheren Arbeitsdruck aufbaut als stärker elastische Fasern.
Für die Gewährleistung der optimalen Funktionsfähigkeit bzw. der Elastizität finden das künstlich hergestellte Elastan oder auch das natürlich gewonnene Elastodien, ein Naturkautschuk, Verwendung.
Beide Materialien werden auf Grund Ihrer hohen Elastizität als Kern für die Fäden bzw. Garne verwendet. Dieser Kern wird dann in der Umspinnerei mit anderen Materialien, z.B. Mikrofasern oder Baumwolle, umwunden. Mit der Umwindung des Kerns werden gleichzeitig mehrere positive Eigenschaften von medizinischen Kompressionsstrümpfen erreicht. Die Umwindung des Kerns erleichtert zum einen das Anziehen und vermindert zum anderen das Risiko von Hautirritationen bei sensibler Haut, weil das wenig gleitfähige Elastan nicht direkt auf der Haut liegt.

Für die Umwindung werden unterschiedliche Materialien verwendet. Neben Naturfasern bzw. traditionellen Materialien wie Baumwolle kommen moderne Mikrofasern zum Einsatz. Diese ermöglichen einen optimalen Feuchtigkeitstransport und sind somit für ein gesundes Fußklima verantwortlich. Des Weiteren gewährleisten diese Mikrofasern eine deutlich bessere Strapazierfähigkeit und Haltbarkeit der medizinischen Kompressionsstrümpfe, was insbesondere für den täglichen Gebrauch Vorteile mit sich bringt.

Die Erkenntnisse aus Forschung und Praxis und die Eigenschaften des umwundenen Fadens bestimmen die Qualität eines medizinischen Kompressionsstrumpfes.

Allerdings ist für eine optimale Wirkungsweise auch eine entsprechende Pflege notwendig.
Warum? Das können Sie in unserem Beitrag „Medizinische Kompressionsstrümpfe waschen, aber richtig…“ nachlesen.

Kompressionsklasse? Mikrofaser? Rundstrick- oder Flachstrickverfahren?

Eine fachmännische Beratung kann hier weiterhelfen. Fragen Sie uns.

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